Insel-Idylle, Kohle-Kunst und stolze Hähne: Das Spektakel zu Hann. Münden
Werte Älteste des Salons, neugieriges Gefolge und reisende Handwerksleut,
Manchmal schreibt die Geschichte ihre ganz eigenen, magischen Sagas. Vor genau zwei Wintern weilten mein Jarl und ich für eine Nacht in Hann. Münden. Als wir damals durch die prachtvollen, historischen Gassen schlenderten, sahen wir uns um und dachten: „Bei den Göttern, diese Kulisse schreit förmlich nach Rüstungen, Met und Trommeln – hier würde ein Mittelaltermarkt perfekt herpassen!“ Und siehe da: Am Samstag, den 30. Mai 2026, kehrten wir zurück, um Zeuge zu werden, wie unsere Vision Wirklichkeit wurde. Wir besuchten das allererste Mittelalter Spektakel, das Hann. Münden je veranstaltet hat! Ein kluger Schachzug unsererseits: Wir erreichten die geschichtsträchtige Tanzwerder Insel bereits kurz vor dem offiziellen Marktbeginn und genossen bei herrlichem Sonnenschein die magische, spätmorgendliche Ruhe, bevor der historische Trubel das Eiland erfasste.
Kohle-Kunst und eine Menagerie skurriler Begegnungen
Rund 40 Händler hatten für diese glanzvolle Premiere ihre hölzernen Stände im Schutze der Flusslandschaft aufgebaut. Doch dieses Mal suchten wir nicht nach geschmiedetem Stahl, sondern ließen uns selbst für die Nachwelt verewigen: Ein begabter Künstler fertigte ein meisterhaftes Porträt aus Kohle von uns an – fortan der absolute Blickfang in den Gemächern unseres Salons!
Der Premieren-Markt glänzte vor allem durch die wunderbaren Seelen, die wir dort kennenlernen durften. Die Gerüchteküche überschlägt sich fast: Wir trafen auf wettergegerbte Trapper, stolze Schotten in ihren Kilts und – man höre und staune – ein edles Burgfräulein, das anstelle eines Schoßhundes einen majestätischen Hahn spazieren führte! Für die passende Untermalung sorgten die treuen Spielleute von Ratzfatz & Rübe sowie die Gruppe Unvermeydbar, deren herrliche Klänge uns direkt in die Hallen der Ahnen versetzten.
Ritterstolz und das kulinarische Urteil
Auch das Auge kam nicht zu kurz: Der dargebotene Kampf der Ritter hoch zu Ross und zu Fuß war wahrlich ansehbar und bot packende Action für ein Erstlingswerk. Doch bei aller Liebe zur Vergangenheit – eine Schildmaid und ihr Jarl lassen sich beim Wegzoll für den Magen nicht übertölpeln. Als man an den Tavernen stolze 8 Euro für ein einziges Stück Pizza verlangte, ließen wir diese Wucher-Beute links liegen. Stattdessen zogen wir im Anschluss erhobenen Hauptes in die wunderschöne Altstadt von Hann. Münden, die uns ja schon vor zwei Jahren verzaubert hatte, um dort standesgemäß und zu fairem Preise zu speisen.
Die Premiere ist mehr als geglückt! Das allererste Spektakel auf der Tanzwerder Insel ist ein wunderschöner, atmosphärischer Markt, der durch seine einzigartige Kulisse, tolle Musik und fantastische Charaktere besticht. Unsere damalige Ahnung hat uns nicht getäuscht – Hann. Münden sieht uns definitiv wieder!
Nun flüstert die Feder von Lady Traveldown und fragt Euch: Hattet Ihr auch schon einmal diesen perfekten Ort vor Augen, an dem Eurer Meinung nach unbedingt die Zelte der Ahnen aufgeschlagen werden müssten?
Werft Eure Gedanken wie einen Fehdehandschuh in die Kommentare –
Trinkt aus, genießt die Kunst und bis zum nächsten Markt!
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