Wie wir das Elsass an einem Tag eroberten

Veröffentlicht am 23. Juni 2026 um 17:00

Werte Langstrecken-Läufer des Salons, Liebhaber von buntem Fachwerk und kühne Eroberer,

Während wir uns aktuell in fernen Landen von den Strapazen des Alltags erholen, öffne ich für Euch ein besonders intensives Kapitel unserer Reise-Chroniken. Es begab sich, dass mein Jarl und ich ein idyllisches Wochenende im B&B Lumière im wunderschönen Colmar buchten. Der strategische Plan war simpel: Freitags Colmar, Samstag und Sonntag der Rest der malerischen Dörfer. Doch bei den Göttern, Pläne sind dazu da, um im Sturm über den Haufen geworfen zu werden!

Die Freitags-Belagerung: Fünf Festungen im Dauerlauf

Unser Feldzug begann am Freitagmorgen in Colmar mit einer absoluten Sensation, die man mitten im Elsass im Leben nicht erwartet: Wir standen plötzlich vor der Freiheitsstatue! Kein Scherz, im Norden der Stadt thront eine stolze, 12 Meter hohe Replik der weltberühmten Lady Liberty. Der historische Hofklatsch dazu: Auguste Bartholdi, der Schöpfer der echten New Yorker Statue, wurde hier in Colmar geboren! Ein genialer, weltmännischer Auftakt für unseren Trip.

Danach nutzten wir die magische, morgendliche Stille der Gassen im Zentrum, bevor die Touristen-Heere die Stadt fluteten. Das Fachwerk leuchtete, die Kameras glühten – und plötzlich packte uns die unbändige Eroberungslust. Da die berühmten, idyllischen Weindörfer Ribeauvillé, Kaysersberg, Riquewihr und Eguisheim quasi nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen, fackelten wir nicht lange: Wir fuhren einfach überall hin!

Colmar

Kaysersberg

Ribeauvillé

Ein Dorf schöner als das andere, ein purer Mittelalter- und Fachwerktraum! Doch zwischen all dem Kilometerschrubben gönnten wir uns in Riquewihr eine wohlverdiente Atempause für die Seele. Wir kehrten gemütlich ein, ließen uns ein Gläschen des legendären, herrlich leckeren Elsässer Weins schmecken und bekamen prompt die süßeste Gesellschaft, die man sich nur vorstellen kann: Eine Handvoll drolliger, kleiner Kätzchen tollte um uns herum! Wir haben die flauschigen Mini-Rebellen ausgiebig geschmust, während sie ihre Katzen-Mama ganz schön auf Trab hielten.

Und dann war da noch Eguisheim – ein echtes Highlight für unseren Orientierungssinn. Der Hofklatsch für Entdecker: In dieser Altstadt läuft man buchstäblich im Kreis! Das Dorf ist kreisrund in konzentrischen Ringen um seine alte Burg herum gebaut. Man biegt ab, staunt über das Fachwerk und stellt plötzlich fest, dass man eine perfekte Runde gedreht hat. Ein genialer, ritterlicher Irrgarten! Als wir abends endlich in unser Hotelbett fielen, zeigte der Schrittzähler die monumentale Zahl von über 35.000 Schritten! Die Beine schmerzten, die Füße brennten, aber die Beute an Eindrücken war gigantisch.

Samstagmorgen: Und was machen wir jetzt?

Beim herrschaftlichen Frühstück am Samstagmorgen saßen wir da, blickten auf unsere To-Do-Liste und stellten fest: Huch, wir sind ja schon fertig! Also hieß es spontan umdisponieren. Wir fuhren im frühen Morgengrauen noch einmal nach Colmar und kaperten eine kleine Nussschale von einem Boot, um die Stadt entspannt vom Fluss aus zu bewundern – die perfekte Belohnung für die geschundenen Füße vom Vortag.

Danach rief das wilde Abenteuer! Wir verließen die Zivilisation und steuerten den berühmten Affenberg in Kintzheim an. Bei den Göttern, was für ein Spektakel! Dort läuft man mitten durch ein riesiges Waldgebiet, während weit über 200 Berberaffen völlig frei um einen herumtollen, auf Bäume klettern oder sich seelenruhig lausen. Es war einfach genial, den pelzigen Gesellen so nah zu sein und ihr quirliges Treiben zu beobachten – ein absolutes Kontrastprogramm zum Fachwerk und der perfekte Abschluss für unser Elsass-Wochenende!

Das Elsass kann mehr als "nur" schöne Häuser! Verbindet den Fachwerktraum unbedingt mit einem edlen Tropfen Wein (und haltet Ausschau nach Kätzchen!) und plant fest einen Besuch bei den frechen Affen in Kintzheim ein – ein tierischer Spaß für jeden Entdecker!

Nun flüstert die Feder des Salons und fragt Euch: Werdet Ihr im Urlaub auch gerne mal zum Tier-Beobachter, oder bleibt Ihr lieber rein beim Kultur- und Städteprogramm?

 

Werft Eure Gedanken wie einen Fehdehandschuh in die Kommentare –

Skål auf die Fachwerkkunst, hütet Eure Siebensachen vor den Affen und bis zur nächsten Saga!

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